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Der Löschzug I (Löschzug Rheinbach):
Historie des Löschzugs I:
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Eine ausführliche Chronik mit vielen Fotos zum 125-jährigen Bestehen des Löschzugs I finden Sie hier.
Fotos, Plakat, etc. von den Feiern zum 125-Jährigen finden Sie in der Gallery.
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Nach einem Brand bei der Familie Tils wurde am 26.10.1879 auf einer Versammlung die Freiwillige Feuerwehr gegründet; ihr erster Hauptmann wurde Dr. Gerhards. Die Wehr war dem Bürgermeister wie auch der örtlich zuständigen Polizeibehörde im Brandfall unterstellt.
In der Generalversammlung am 18.01.1880 bestand die Wehr bereits aus 136 aktiven sowie aus 25 inaktiven Mitgliedern.
Am 10.04.1880 trat die Freiwillige Feuerwehr dem Deutschen Feuerwehrverband bei.
Am 03.10.1897 musste Dr. Gerhards wegen beruflicher Überlastung die Feuerwehrführung abgeben. Zum Nachfolger wurde Michel Müller bestellt, der bis zu seinem Wegzug am 10.03.1900 im Amt blieb.
Während einer Ausschusssitzung am 11.12.1898 wurde die Errichtung einer Feuerwehr-Sanitätskolonne beschlossen. Der Mitgliederbestand wurde am 18.8.1900 mit 67 uniformierten Wehrmännern festgestellt.
Ab 22.3.1903 konnte die Wehr zu ihren Löscharbeiten erstmals Hydranten der städt. Wasserleitung benutzen.
Der Mitgliederbestand am 23.02.1905 betrug 68 Kameraden. Die Wehr verfügte nunmehr bereits über 2 fahrbare Spritzen mit 300 m Wasserschlauch, 2 Minimax-Apparate, 40 Hydranten sowie kleinere Ausrüstungsgegenstände.
Am 19.7.1914 gründete sich der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Rheinbach, der sich dem Feuerwehrverband der Rheinprovinz anschloss.Im 1. Weltkrieg beklagte die Wehr zahlreiche Verluste.
Nach dem Krieg konnte die Wehr in einem ehemaligen Sägewerk in der Straße "Bungert" am 12.07.1924 ihr neues Gerätedepot einrichten.Am 30.3.1926 wurde erneut eine Sanitätskolonne gebildet.
Die Alarmierung der Wehr geschah bis jetzt durch Brandhörner. Bei der Bezirksdelegiertentagung der Freiwilligen Feuerwehr des Landkreises Rheinbach am 18.04.1926 konnte zum ersten Mal die neue Brandsirene ertönen. Die Alarmbereitschaft wurde hierdurch erheblich verbessert.
Zum Bedauern aller Kameraden und der Bürgerschaft trat im Jahre 1931 der bis dahin amtierende Oberbrandmeister Pfahl die Leitung der Feuerwehr ab, die er 30 Jahre innegehabt hatte. Sein Nachfolger wurde Theodor Haybach, dessen Nachfolge 1937 Oberbrandmeister Frings übernahm, der zum Wehrführer der Stadt Rheinbach ernannt wurde, während zur gleichen Zeit Fritz Orth aus Ramershoven Amtswehrführer für den Bereich Rheinbach-Land wurde.
In der zweiten Augusthälfte des Jahres 1939 erhielten viele Kameraden den Gestellungsbefehl. Das drückte in der Folge, zumal eine ständige Luftschutzwache in Stärke von 4 Mann eingerichtet werden musste, sehr stark auf die Einsatzbereitschaft. Da die Verknappung von Mannschaften auf die Dauer untragbar wurde, erhielt die Wehr so genannte Dienstverpflichtete zugeteilt, die jeden Sonntag drei Stunden lang übten.
Der 29.01.1945, der noch vielen Rheinbachern in besonders schmerzhafter Erinnerung ist, da an diesem Tag 129 Zivilpersonen und etwa eine Kompanie der Wehrmacht den Tod fanden, brachte Großeinsatz für die Rheinbacher Feuerwehr.
Im September '45 wurde die Wehr neu aufgebaut. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es einen Mannschaftswagen LF 8. Amtsbrandmeister Frings übernahm nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft wieder sein altes Amt. Die persönlichen Ausrüstungsgegenstände waren durch den Krieg selbstverständlich verloren gegangen. Im Jahre 1947 wurden als erstes aus der Kameradschaftskasse 25 Uniformen aus alten Beständen der Besatzungsarmee beschafft.
1956 wurde ein Löschfahrzeug LF 8, 1959 eine Anhänge- und Ausziehleiter mit 12m Länge und ein Pressluftatmer zum Einsatz als Gasschutz- und Tauchgerät beschafft. Die Gesamtstärke der Wehr betrug im Jahre 1959 80 Kameraden.
Am 16.05.1963 trat Friedel Trumpler die Nachfolge von Oberbrandmeister Frings an, der dieses Amt seit dem 14.08.1937 innehatte. Das Feuerwehrcorps wurde am 01.04.1964 selbständiger Verein mit dem neuen Namen "Spielmannszug Rheinbach".
Am 21.06.1969 wurde der 1. Bauabschnitt des neuen Feuerwehrgerätehauses Rheinbach, Brucknerweg 11, eingeweiht. Die offizielle Übergabe erfolgte jedoch erst am 25.10.1969.
Am 01.08.1969 wurde infolge der kommunalen Neugliederung der bisherige Landkreis Bonn aufgelöst: Neu gebildet wurde der "Rhein-Sieg-Kreis". Die bisherigen amtsangehörigen Gemeinden, wie z.B. Oberdrees, Niederdrees, Wormersdorf wurden aufgelöst und bilden nunmehr Stadtteile der Stadt Rheinbach.
Bedingt durch die Neugliederung wurde auch die bisherige Schlauchpflegeanstalt des Landkreises Bonn, die seit dem 18.5.1955 im Wasserturm im Stadtpark eingerichtet war, aufgelöst. Die Schläuche werden heute in der Schlauchpflegeanstalt des Rhein-Sieg-Kreises gereinigt und gepflegt.
Am 30.5.1972 wurde der Wehr der Gerätewagen GW 1 übergeben. Aufgrund der Ausstattung dieses Fahrzeuges ist die Feuerwehr in der Lage, insbesondere bei Verkehrsunfällen schnelle und gezielte Hilfe zu leisten.
Erwähnenswert ist der Großbrand am 08.04.1975 bei der Firma Schöneweiß. Beim größten Brand der Nachkriegsgeschichte entstand ein Schaden von rd. 3 Millionen DM. 16 Stunden waren die Feuerwehr Rheinbach mit ihren Löschgruppen sowie Wehren aus dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis im Einsatz.
Am 01. Februar 1977 wurde im Bereich des Löschzuges I die Jugendfeuerwehr Rheinbach-Stadtkern gegründet.
Am 24.10.1980 wurden dem langjährigen Wehrführer Hauptbrandmeister Friedel Trumpler der Titel Stadtbrandmeister verliehen. Gleiches galt für seinen Stellvertreter Lukas Dietrich. Dietrich war von 1957 bis 1964 Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wormersdorf, von 1964 bis 1969 Amtsbrandmeister des Amtes Rheinbach-Land und von 1970 bis 1981 stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rheinbach.
Zu Beginn des Jahres 1985 wurde der Löschzug zu einem schweren Unfall auf die Autobahn 61 gerufen. Bei Nebel mit Sichtweiten unter zehn Meter hatten sich auf beiden Fahrtrichtungen schwere Massenunfälle ereignet. Am Abend war die Situation auf der total gesperrten Autobahn noch so verwirrend, dass die Zahl von neun Todesopfern und neun schwer- und zum Teil lebensgefährlich verletzten Menschen nur eine vorläufige Bilanz war. Die seit Jahren schwerste Verkehrskatastrophe hat nach einer abschließenden Bilanz 11 Menschen das Leben gekostet. Insgesamt wurden 43 Personen verletzt.
1985 Stadtbrandmeister Friedel Trumpler nach 46 Jahren aktiver Dienstzeit, davon 22 Jahre in Führungsverantwortung, in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Im Rahmen einer Feierstunde am 04. April in der Feuerwache Rheinbach wurde ihm durch Landrat Dr. Franz Möller das Bundesverdienstkreuz verliehen.
3 Großbrände kennzeichneten das Jahr 1986. Keiner der beim Einsatz beteiligten Feuerwehrkameraden des Löschzuges bei einem Brand in der Tischfabrik Hoffmann konnten ahnen, dass sie sich in den nächsten 43 Stunden im Einsatz befinden würden. Knapp 2 Stunden nach dem Einsatzende in der Tischfabrik war eine Benzinspur nach einem Verkehrsunfall in Rheinbach-Wormersdorf zu beseitigen. Am nächsten Morgen gegen halb acht ein erneuter Alarm. An der Auffahrt zur A 61 war die Fahrbahn aufgrund einer 250 m langen Ölspur verunreinigt. Am Nachmittag gegen 16.30 Uhr dann heulten wiederum die Sirenen in Rheinbach. Feueralarm für die Feuerwehr Rheinbach, Brand in Gut Waldau.
Ein trauriges und wohl für lange Zeit nachwirkendes Ereignis geschah am 14. August 1988. Es war der frühe Tod unseres Kameraden Hans Toni Ley, der erst 22jährig bei einem Autounfall in Oberdrees sein Leben verlor. Wir selbst mussten ihn aus den Trümmern seines Fahrzeuges bergen. Seine Ehefrau und Beifahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt.
In der Brandmeistersitzung am 15. November 1989 wurde OBM Rudolf Funke aus dem Amt des stellvertretenden Wehrführers der Stadt Rheinbach verabschiedet und HBM Matthias Zikeli aus Niederdrees wurde zum neuen kommissarischen stellvertretenden Wehrführer bestellt.
Am 10. August 1990 wurde der erste Gerätewagen-Gefahrgut (GW-G) der 7,5-t-Klasse im Rhein-Sieg-Kreis bei uns im Löschzug in Dienst gestellt. Diese Ergänzung des Fahrzeugparks war im Hinblick auf die Gefahrguttransporter, die immer wieder die Autobahn 61 befahren, notwendig geworden, um mit Spezialgeräten schnell und zielgerichtet Umweltkatastrophen verhindern zu können.
Am 08. Dezember 1992 wurde der Kameradschafts-Verein der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Rheinbach als nichtrechtsfähiger Verein gegründet, dem sich die einzelnen Löschgruppen als weitere nichtrechtsfähige Mitgliedsvereine anschließen können.
Anfang Mai 1993 wurde eine neue (alte) Drehleiter DLK 23-12 im Löschzug in Dienst gestellt.
Im Mai 1995 wählte der Stadtrat den langjährigen Stadtbrandmeister Ewald Zimmermann für eine weitere Amtszeit von 6 Jahren wieder. Für den nicht mehr erneut kandidierenden stellv. StBM Matthias Zikeli wurden die Hauptbrandmeister Laurenz Kreuser und Dieter Schneider zunächst für zwei Jahre kommissarisch berufen.
Im November des Jahres 1997 Großeinsatz für die Feuerwehren rund um Meckenheim. Um 4.55 Uhr rückten die Löschzüge aus Meckenheim, Alfter, Rheinbach und Wachtberg zu einem Brand bei der Holzhandlung Blum in den Meckenheimer Industriepark Kottenforst aus. Zu Spitzenzeiten schossen 8300 Liter Wasser pro Minute aus sieben B-Rohren, drei C-Rohren und zwei Wenderohren in die brennende 2100 Quadratmeter große Halle. Als Kreisbrandmeister Walter Jonas gegen 7.40 Uhr die erlösende Mitteilung vom „Feuer in Gewalt“ gab, ragten von der Holzhandlung Blum nur noch Mauerreste und Stahlträger in die Luft.
Am Kameradschaftsabend der Gesamtwehr am 16.01.1999 konnte durch Stadtbrandmeister Ewald Zimmermann die erste Feuerwehrfrau in den aktiven Feuerwehrdienst übernommen werden. Nach mehrjähriger Dienstzeit in der Jugendfeuerwehr Ramershoven wurde Anne Schragen als erste und zu der Zeit einzige Wehrfrau in den aktiven Dienst gestellt.
Am 03.12.1999 wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde dem Löschzug I ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 übergeben.
Alle Hände voll zu tun hatten wir am 27. Oktober 2002. Orkantief „Jeanett“ fegte über unsere Stadt hinweg. Alle Löschzüge waren von Sonntagnachmittag bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Kreisweit wurden bis zum Abend 430 Einsätze gezählt.
Am 03. Juni 2003 konnte der Wehr ein neuer Einsatzleitwagen übergeben werden. Der Stadtverband verfügt mit dem neuen Wagen nunmehr über einen Einsatz-Fuhrpark nach dem modernsten Standard.
Der Rheinbacher Martinszug und die freiwillige Feuerwehr der Stadt Rheinbach gehören so eng zusammen wie der legendäre römische Reitersoldat und sein Ross. Bereits seit 100 Jahren organisiert der Löschzug die Durchführung des St. Martinszuges.
Im Mai 2004 hat unsere alte Drehleiter endgültig ausgedient. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 26. Mai 2004 wurde dem Löschzug I eine generalüberholte Drehleiter übergeben.
Die gesamte Chronik des Löschzugs I finden Sie hier.
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